Bürgerbewegung pro NRW

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Pro oder doch lieber Contra?

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Was haben der Gewerbeverein Rommerskirchen, eine kleine Opladener Wählervereinigung sowie zahlreiche private bzw. halbkommunale Vereinigungen im Rheinland und Ruhrgebiet gemeinsam? Sie alle sind angeblich „pro“ Rommerskirchen, „pro“ Opladen, „pro“ XY, und führten dieses „Pro“ deshalb bisher auch demonstrativ im Namen - bis die pro-Bewegung auf den Plan trat. 

Seither gibt es eine wahre Distanzierungs- und Umbenennungsflut in NRW, in deren Folge jetzt u.a. auch der Gewerbeverein „Pro Rommerskirchen“ und die Wählervereinigung „Pro Opladen“ offiziell ihren Namen unter Verweis auf den neuen rechtsdemokratischen Mitspieler im Land, der Bürgerbewegung pro NRW, ablegten. Die Verwechslungsgefahr sei zu groß, Pro NRW habe das ursprünglich positive „pro“ zu sehr belastet, so die weinerlichen Erklärungsversuche der ehemaligen Pro-Aktivisten, die nunmehr offensichtlich contra Rommerskirchen, Opladen, xy-irgendwas sind? 

Ausführlich wird aktuell  im „Kölner Stadt-Anzeiger“ auf die jetzt erfolgte Umbenennung der Wählervereinigung „Pro Opladen“ eingegangen, die gleichzeitig zum Namensschwund bei der Kommunalwahl auch einen erheblichen Wählerschwund zu verzeichnen hatte.

Besonders weinerlich äußerte sich ein Vertreter des Rommerskirchener Gewerbevereines gegenüber der Presse. Auswärts sei man ständig gefragt worden, „ob wir etwas mit "pro NRW" zu tun haben. Und davon wollen wir uns ganz klar distanzieren, gerade, weil diese Bewegung leider bei der Kommunalwahl den Sprung in Gremien hier im Rhein-Kreis Neuss geschafft hat.“

Hierzu erklärt der pro-NRW-Generalsekretär, der 33jährige Politikwissenschaftler Markus Wiener:

„Es ist schon erstaunlich, wie die pro-Bewegung es in ganz Nordrhein-Westfalen innerhalb kürzester Zeit geschafft hat, das Pro, also das ‚für Köln, für NRW’ in Besitz zu nehmen. Und die Besetzung von Begriffen ist der erste Schritt zur Mitgestaltung öffentlicher Debatten und des öffentlichen Bewusstseins. Pro Köln, Pro NRW sind inzwischen fester Bestandteil der politischen und öffentlichen Landschaft NRWs geworden. Das sind Realitäten, die auch nicht mehr ignoriert werden können und die nunmehr zu Reaktionen wie in Rommerskirchen und Opladen führen. Insbesondere im Rheinland und im Ruhrgebiet sind spätestens seit der Kommunalwahl im August Fakten geschaffen worden, die auch bei der anstehenden Landtagswahl ihre Auswirkungen haben werden.“

 

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